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Neue Tiefziehpresse bei Keinhorst

Ein wahrer Koloss ist die neue AP&T Tiefziehpresse, welche seit Mitte Oktober 2017 den Bereich Metallverarbeitung bei Keinhorst in Sundern-Hellefeld ergänzt.

Die  Passanten staunten nicht schlecht, was da Anfang Oktober Richtung Hellefeld rollte. Ein Konvoi, bestehend aus zwei Sattelzügen und einem Kranwagen, brachte eine neue Tiefziehpresse, ein wahrer Koloss von fast 30 Tonnen. Das alte Modell aus dem Jahre 1975 war in die  Jahre gekommen und so hatte sich der Sauerländer Betrieb für Metallverarbeitung und Montage nach einem Nachfolger umgesehen und war in Schweden bei der Firma AP&T (Automation Press Tooling) fündig geworden. „Wir hatten die alte Tiefziehpresse damals noch gebraucht gekauft. Die tut ihre Dienste, läuft aber beispielsweise noch mit elektronischen Steckkarten“, sagt Betriebsleiter Elmar Müller, der gemeinsam mit seiner Frau Iris die Geschäftsleitung des Familienbetriebs innehat.

 Die neue  Tiefziehpresse mit ihren gewaltigen Ausmaßen von 2,70 Meter Breite, 3,10 Meter Tiefe und 5,10 Meter Höhe ist eine Investition für die Zukunft der Keinhorst GmbH und den Industriestandort Sundern-Hellefeld. Müller erklärt: „Unsere bestehende Presse tut es zwar immer noch, aber das kann bei einem so alten Gerät auch von einem Tag auf den anderen vorbei sein.“ Damit die Kundschaft, die sich im Prinzip aus allen Industriezweigen deutschlandweit an die Hellefelder Metallspezialisten wendet, nach modernsten Maßstäben bedient werden kann, wurde es also Zeit für ein neues Modell. Die schwedische Presse macht nicht nur wegen ihrer großen Ausmaße etwas her. Moderne Displaysteuerung garantiert Präzision beim Tiefziehen. Dieser Arbeitsvorgang ist ein häufig verwendetes Blechumformverfahren. Es ist sowohl eine Massenfertigung programmierbar als auch die Erstellung von Kleinserien möglich.

Auch die Zeit der Einrichtung beziehungsweise der Mitarbeiter-Einarbeitung belegt die Bedeutung der Presse für das wachsende Unternehmen. Das Aufstellen der neuen Presse in Hellefeld Presse nahm bereits einen ganzen Tag in Anspruch. Eigens dafür musste in der Maschinenhalle eine Grube mit extra Fundamenten, eine neue Wasserversorgung sowie ein separater Stromanschluss installiert werden. „Jetzt werden die technischen Daten eingerichtet und die drei Mitarbeiter für die Bedienung geschult. Als Starttermin für die erste Produktion mit der neuen Tiefziehpresse ist der 26. Oktober 2017 realistisch“, sagt Elmar Müller der sich freut, nach bereits getätigten Investitionen in anderen Bereichen nun auch in Sachen Tiefziehen weiter in der ersten Liga der Metallverarbeitung zu spielen. Weitere Informationen gibt es im Bereich Tiefziehen

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